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Milongas gibt es jede Menge, gerade auch um den zentralen Platz Taksim herum. Wenn man dort in der Nähe seine Unterkunft findet, kann man die Salons leicht erreichen. Von dem Platz geht eine lange Straße bzw. Fußgängerzone, die Istiklal Cadesi, ab, die zur Galgata Brücke führt. Auf der rechten Seite, vom Platz aus geshen, lockt das Nachtleben in Form von Clubs, Musikkneipen und unzähligen kleinen Imbissen und Restaurants.

Das Tangovolk habe ich sehr freundlich, aufgeschlossen und meist englischsprachig erlebt. Es wird viel gewechselt, Tango de Salon sieht man nicht so oft. Frauen fordern auch die Männer auf, gleichgeschlechtliche Paare habe ich nur einmal gesehen. Die Böden habe ich als durchweg ok erlebt, es gab auch schon mal Wachs in der Ecke.

Die Milongas starten in der Regel um ca 21:30 und gehen bis 2 Uhr morgens, die Tangueras und Tangueros kommen pünktlich. Eintritt kostet zwischen 10 und 20 TL mit jeweils einem oder zwei Getränken dabei.

Am Sonntag Abend war ich bei Tango Jean, ein netter, gemütlicher Laden im zweiten Stock, ca. 150 qm mit Stühlen, Tischen und Bar am Rand. Man sieht den Laden von der Fußgängerzone aus. Es war nicht viel Betrieb, dennoch hatte ich ein paar schöne Tänze. Bei Tango Jean ist jeden Abend Milonga mit unterschiedlichen Musikthemen.

Montag war ich im Armada Hotel, mit dem Taxi ca. 10TL, ein wenig förmlicher. Ich habe dort einen Tisch zugewiesen bekommen, das darf man allerdings nicht so ernst nehmen. Große Tanzfläche, guter Boden, etwas mehr los, schön mit einheimischen Frauen getanzt.

Am Dienstag besuchte ich Tangoist, der Eingang ist bei My House, oben im ersten Stock. Super Panoramasicht auf den Bosporus, Tanzfläche mit ca. 100 qm, leicht abschüssig, was das Tanzvergnügen jedoch nicht behindert. Hier war guter Betrieb und eher jüngeres Volk unterwegs.

Mittwochs dann wieder bei Tango Jean, Es wurde viel Tango Nuevo gespielt (was mir nicht so gefällt), also blieb es für mich eher beim Zuschauen. Ich wurde jedoch aufgefordert und konnte natürlich nicht nein sagen.

Donnerstag ging es dann in das Point Hotel, Nähe Taksim Park, hoch in den 9. Stock. Mit einer großen Terrasse für einen guten Blick auf Istanbul. Es gab ein Buffet für das Abendessen, dieses wird separat abgerechnet.

Freitag wieder im Tango Jean, einen schönen Abend verlebt und danach noch ins Baila Tango, da es dort lt. Information erst ab 23:00 Uhr losgehen sollte. Ist im 5. Stock, leider war gar nichts los, man vertröstete mich auf Samstag. Im 2. Stock ist eine Musikkneipe, die Musik war gut, das Volk ausgelassen, dort nahm ich noch zwei Glas Wein zu mir.

Den Sonntag ging es ins Ponte Restaurant im obersten Stock des Beyoglu Is Merkezi Bazar, gegenüber vom Odakule (a big building at Istiklal Str). Ist relativ nahe an der Schule Baila Tango gelegen. Es geht von 19:30 - 1:00 Uhr. Großartige Aussicht auf den Bosporus, guter Boden, gediegene Atmosphäre.

Alles in allem hat mir das Tango tanzen in Istanbul Spaß gemacht. Wie schon oben erwähnt, sind die Leute aufgeschlossen und freundlich, meistens wird man vom Veranstalter begrüsst. Das Niveau ist sehr unterschiedlich, bei der Jugend eher technisch. Das Tanzvolk habe ich als relativ standorttreu erlebt, meistens waren es Tanzlehrer, die ich auf mehreren Milongas gesehen habe. Die Musik bewegt sich im bekannten historischen Bereich, bei Jean kommen auch die Nuevo Fans auf ihre Kosten. Zwischenzeitlich war ich erneut für ein paar Tage in Istanbul und kann das o.g. aktuell bestätigen, es lohnt sich.

Aufgrund der aktuellen Lage würde ich jedoch im Moment, 2017, Istanbul nicht zu meinen primären Tangoreisezielen wählen.

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